Hypothek Schweiz · Interaktiver Ratgeber

Direkte oder indirekte Amortisation?

Ändern Sie Hypothek, Zins, Säule 3a und Steuerannahmen direkt im Text. Beide Rechenblätter und die Antwort folgen demselben Szenario.

Direkte TilgungSäule 3aReform 2029

Die direkte Antwort

Direkte Amortisation senkt Schuld und Zinsrisiko sofort. Bei indirekter Amortisation bleibt die Hypothek zunächst konstant, während derselbe Jahresbetrag in eine verpfändete Säule 3a fliesst. Ob der mögliche Anlage- und Steuervorteil die zusätzlichen Zinsen und die Bezugssteuer übertrifft, hängt von Ihren Annahmen ab. Der Vergleich unten beginnt mit einem selbstgenutzten Objekt und behandelt Zahlungen in beide Methoden gleich; Produktgebühren, kantonale Tarife und Vertragsdetails gehören in die vertiefte Prüfung.

Bauen Sie Ihr Szenario im Text

Die unterstrichenen Werte sind veränderbar. Jede Änderung wird in Erklärungen, Rechenblättern und Antwort übernommen. Für den einfachen Vergleich verwendet das Modell den eingegebenen Liegenschaftswert zugleich als Belehnungswert der Bank.

Für eine selbstgenutzte Liegenschaft im Wert von CHF besteht eine Hypothek von CHF zu %. Über Jahre werden jährlich CHF entweder direkt getilgt oder in Säule 3a eingezahlt. Das 3a-Guthaben erzielt modelliert % netto pro Jahr. Der kombinierte Grenzsteuersatz beträgt %, der Eigenmietwert bis Ende 2028 CHF jährlich und die geschätzte Steuer beim 3a-Bezug %.

Liegenschaftswert und Hypothek: CHF 0–10’000’000; andere Beträge sind positiv oder null. Hypothekarzins: 0–25 %. Zeitraum: 1–50 Jahre. Gemeinsamer Jahresbetrag: 0–CHF 7’258, der Säule-3a-Grenze 2026 für Personen mit Pensionskasse. 3a-Rendite: −100–25 %. Grenzsteuersatz: 0–60 %. Bezugssteuer: 0–30 %.

Im gewählten Beispiel vergleichen Sie eine Liegenschaft von — mit einer Hypothek von — über — Jahre. Der identische Jahresbetrag von — trennt den Effekt der Rückzahlung vom Effekt der 3a-Anlage.

Was bei beiden Methoden tatsächlich passiert

FrageDirektIndirekt
Wohin fliesst die Zahlung?In die HypothekIn verpfändete Säule 3a
Sinkt die Schuld sofort?JaNein
Bleibt der volle Hypothekarzins?Nein, er sinktJa
Entsteht Anlagekapital?Eigenkapital im Objekt3a-Guthaben
HauptrisikoGebundene LiquiditätRendite, Gebühren, Zins und Bezugssteuer

Welche Amortisation die Bank typischerweise verlangt

Die anerkannten Mindeststandards sehen für selbstgenutztes Wohneigentum vor, die Hypothek innert höchstens 15 Jahren auf zwei Drittel des Belehnungswerts zu senken. Das Verhältnis Hypothek zu Liegenschaftswert beträgt —. Im Szenario liegen — oberhalb dieser Grenze; der lineare Richtwert beträgt — pro Jahr. — Massgeblich bleiben Belehnungswert und Vertrag der Bank.

Die zwei Rechenblätter

Direkte Amortisation
Hypothek zu Beginn—
Zinsen gesamt—
Direkt getilgt—
Restschuld—
Geschätzte Steuerwirkung—
Modellresultat—

Das Modellresultat zählt die Tilgung nicht als Aufwand: Sie wird zu Eigenkapital. Verglichen werden Zinsen und geschätzte Steuerwirkung.

Indirekte Amortisation
Hypothek zu Beginn—
Zinsen gesamt—
3a eingezahlt—
3a nach Bezugssteuer—
Hypothek vor Verrechnung—
Geschätzte Steuerwirkung—
Modellresultat—

Einzahlungen sind ebenfalls kein Aufwand: Das Netto-3a-Kapital wird gegengerechnet. Nicht modelliert sind Produktgebühren und Kursschwankungen ausserhalb der eingegebenen Nettorendite.

—
—

—

So entsteht die Differenz

Über — Jahre vergleicht das Modell eine Liegenschaft von —, eine Hypothek von — und einen Jahresbetrag von —. Es berechnet den direkten Zins auf die jährlich sinkende Schuld und den indirekten Zins auf die konstante Hypothek. Es verzinst das 3a-Guthaben mit —, wendet auf die Hypothek —, einen Grenzsteuersatz von —, einen Eigenmietwert von — bis Ende 2028 und eine Bezugssteuer von — an. Es berücksichtigt die —. Die ausgewiesene Differenz beträgt —.

Gleich gehalten: Anfangshypothek, Zeitraum und jährlicher Kapitaltransfer. Unterschiedlich: sinkende oder konstante Schuld, 3a-Rendite, geschätzte Steuerwirkung und Bezugssteuer. So bleibt der Vergleich einfach, ohne direkte Tilgung als verlorene Ausgabe oder das gesamte 3a-Guthaben als kostenlosen Gewinn darzustellen.

Was sich ab 2029 ändert

Ab 1. Januar 2029 entfällt der Eigenmietwert selbstgenutzter Liegenschaften. Gleichzeitig entfallen die allgemeinen Unterhaltsabzüge und der private Schuldzinsenabzug wird stark eingeschränkt. Das Modell setzt deshalb ab 2029 für das selbstgenutzte Objekt weder Eigenmietwert noch allgemeinen Zinsabzug an; der zulässige 3a-Abzug bleibt berücksichtigt.

Nicht enthalten sind der befristete Ersterwerberabzug, anteilige Schuldzinsen für vermietete oder verpachtete Objekte, mögliche kantonale Objektsteuern auf Zweitliegenschaften und die konkrete kantonale Progression. Diese Punkte können das Ergebnis verändern.

Wann die vereinfachte Antwort nicht reicht

Nutzen Sie den vollständigen Rechner oder eine individuelle Beratung, wenn direkte und indirekte Zahlungen voneinander abweichen, Ihr 3a-Beitrag nicht vollständig abzugsfähig ist, mehrere 3a-Produkte oder Gebühren verglichen werden, die Liegenschaft vermietet ist oder ein Verkauf beziehungsweise Bezug vor Ablauf geplant ist.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Kernunterschied?
Direkt reduziert dieselbe Zahlung die Schuld. Indirekt baut sie ein verpfändetes 3a-Guthaben auf; die Hypothek bleibt bis zur späteren Verrechnung höher.
Ist indirekte Amortisation automatisch steuerlich besser?
Nein. Ein Abzug kann Steuern senken, doch die höhere Schuld erzeugt zusätzliche Zinsen. Rendite, Gebühren, Bezugssteuer, Kanton und die Regeln ab 2029 müssen gemeinsam betrachtet werden.
Warum ist der Jahresbetrag auf CHF 7’258 begrenzt?
Der Artikel vergleicht denselben Betrag auf beiden Seiten und modelliert eine angestellte Person mit Pensionskasse. Für 2026 beträgt der ordentliche kleine 3a-Beitrag höchstens CHF 7’258. Andere Vorsorgesituationen gehören in den vollständigen Rechner.
Ist eine höhere angenommene 3a-Rendite sicher?
Nein. Sie erhöht das Modellresultat, bringt aber Anlage- und Schwankungsrisiko mit sich. Verwenden Sie eine Nettorendite nach Produktkosten und testen Sie auch schwächere Szenarien.
Kann die Bank andere Bedingungen verlangen?
Ja. Die Standards sind Mindestanforderungen. Die Bank bestimmt Belehnungswert, Tragbarkeit, akzeptierte Sicherheiten und kann eine schnellere oder höhere Amortisation verlangen.